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<-- Thema: RAW-Video aus der Canon-SLR
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hdburkhardt
Regular


Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 40

Workflow GH4/Premiere
04.04.2015, 19:10

Ich bin immer noch etwas ratlos, was den idealen workflow und das Daten-Handling GH4/PremPro anbelangt. Adobe selbst legt ja nahe , mit den nativen files (z.B. .mts) zu editieren (siehe u.a.: https://helpx.adobe.com/premiere-pro/using/supported-file-formats.html). Der verwendete codec ist jedoch bei allen möglichen Aufnahmeformaten der GH4 (AVCHD, .mov, .mp4) immer h.246, was in der Nachbearbeitung, wie ja auch in diesem Forum, als eher ungeeignet bewertet wird.
Ich habe nun ein etwas größeres Projekt mit .mts-files (gefilmt in AVCHD, 28M, 50P, Timeline avchd 1080p) unter Qualen zu Ende gebracht; trotz neuem MacPro 8C 32GB 2xD700 war ein Arbeiten mit PremPro mit wachsender Projekt-Größe kaum mehr möglich. Jeder Speichervorgang dauerte zuletzt um die 2 min., ein Arbeiten an den (wenigen) verwendeten Einstellungsebenen zur einfachen Farbkorrektur legte das Programm jeweils für 30-40sec. lahm und beim Export gabs mehrere Abstürze, erst nach Entfernung der Einstellungsebenen und Zuweisung des Effektes auf die einzelnen Clips lief der Export letztlich durch. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Probleme auf die nativ-files zurückzuführen waren.
Ein zweites Projekt (2-stündiger Konzertmitschnitt mit 2xGH4 und bisschen GoPro) lief nach Umwandlung der Dateien in ProRes problemlos, hatte aber letztlich eine Größe von 780GB, was ein Arbeiten auf mobilen (ssd-) Festplatten praktisch verunmöglicht.
Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma zwischen problematischen nativ-files und exzessivem Speicherbedarf nach ProRes-Wandlung? Könnte ein Arbeiten im .mov-Container (trotz h.246) hier Vorteile erwarten lassen?

Gruß Hans-Diether
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ulip
Final Cut Director 10K+


Anmeldungsdatum: 16.07.2004
Beiträge: 13504
Firma: Digital Production

Re: Workflow GH4/Premiere
05.04.2015, 17:37

Nein, H.264 bliebt H.264. Du hast (außer einem anderen Schnittprogramm) schon die einschlägigen Möglichkeiten ausprobiert.

Es ist einfach so: GOP-Codecs brauchen viel Rechenleistung, Intra-Codecs viel Platz.

Und 4K bedeutet massive Neuinvestitionen!


GG

Uli
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hdburkhardt
Regular


Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 40

Re: Workflow GH4/Premiere
06.04.2015, 13:38

Lieber Uli,
vielen Dank für die Rückmeldung, hab´s mir so ähnlich ja schon gedacht! D.h. ein Konvertieren in ProRes ist prinzipiell obligat, das Speicherproblem muss halt irgendwie gelöst werden. Das wiederum bedeutet , dass mobile Platten in den bislang üblichen Speicherkapazitäten mit Thunderbolt (ich kenne nur bis 250GB) ab mittlerer Projektgröße eigentlich ausscheiden. Könnte ein Ablauf mit Proxys hier Abhilfe schaffen?
Gruß Hans-Diether
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Clermond

Final Cut Director


Anmeldungsdatum: 11.10.2010
Beiträge: 4247

Re: Workflow GH4/Premiere
06.04.2015, 15:15

Das mit den Proxies ist ein Denkfehler denn am Ende musst du eh wieder auf optimierte Medien (oder wie das bei PP heisst) umstellen. Es läuft zudem dem Prinzip des MP vollkommen zuwider einen Proxyworkflow aufzusetzen ;-) Du brauchst ein tb RAID als Schnittvolume. Wieso kommst du auf die Idee es sollte ein mobile Platte sein?? Pegasus RAID (backUp nicht vergessen) und es läuft. Leider teures Gesamtpaket, deswegen wurde es hier nur der iMac Retina ;-)
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hdburkhardt
Regular


Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 40

Re: Workflow GH4/Premiere
06.04.2015, 15:30

Pegasus habe ich als lokales Speicher- und backup-System zuhause. Da ich aber häufig auch unterwegs zugange bin, war meine Überlegung, im mobilen Bereich mit weniger Speicher-intensiven Proxys zu arbeiten und zum Ende hin (Farbkorrektur etc. ) mit den ProRes-files zu verlinken und das Projekt so abzuschließen. Steckt da ein gröberer Denkfehler drin?
Gruß Hans-Diether
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Clermond

Final Cut Director


Anmeldungsdatum: 11.10.2010
Beiträge: 4247

Re: Workflow GH4/Premiere
06.04.2015, 15:37

ja was nun?
Ich denke dein MacPro 8C 32GB 2xD700 schwächelt bei PP mit nativen AVCHD?
Jetzt geht es um mobilen Schnitt?
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hdburkhardt
Regular


Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 40

Re: Workflow GH4/Premiere
06.04.2015, 16:04

Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt. Zusammengefasst: obwohl Adobe ein Arbeiten mit nativen files als problemlos ansieht, gilt als gesichert, dass ein Umcodieren in proRes einen flüssigeren und sichereren workflow bewirkt. Daraus ergibt sich, dass bei etwas voluminöseren Projekten Daten im Umfang von 500GB-1Tb entstehen. Das kann ich zuhause mit entsprechend großen stationären Systemen noch bewältigen, bin aber im mobilen Bereich aufgeschmissen.
Deshalb lautete meine ursprüngliche Frage: 1.Ist ProRes-Wandlung unumgänglich oder gibts eine gangbare Ausweichmöglichkeit ? 2. Wenn unumgänglich, wie kann ich dann die Datenflut im mobilen Bereich handeln?

Gruß Hans-Diether
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Clermond

Final Cut Director


Anmeldungsdatum: 11.10.2010
Beiträge: 4247

Re: Workflow GH4/Premiere
06.04.2015, 16:16

also deine ursprüngliche Frage lautete definitiv anders ;-)

Zitat:
trotz neuem MacPro 8C 32GB 2xD700 war ein Arbeiten mit PremPro mit wachsender Projekt-Größe kaum mehr möglich


Für unterwegs finde ich die WD My Passport Pro 4 TB sehr praktisch. Aber wie immer Achtung Achtung RAID 0 nur mit Backup.
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Shaker
Final Cut Profi


Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beiträge: 1009

Re: Workflow GH4/Premiere
06.04.2015, 16:25

Clermond hat folgendes geschrieben:
Für unterwegs finde ich die WD My Passport Pro 4 TB sehr praktisch. Aber wie immer Achtung Achtung RAID 0 nur mit Backup.


Genau - an diese Platte(n) dachte ich auch spontan.
Wurde übrigens schon mehrfach auch von Uli im Zusammenhang mit mobilem Speicher erwähnt.
Kaufen kannst du z.B. hier:

http://www.amazon.de/Passport-Tragbarer-RAID-Speicher-integriertem-Thunderbolt-Kabel/dp/B00IZFX5OA/ref=sr_1_18?ie=UTF8&qid=1428326374&sr=8-18&keywords=Wd+4tb
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Niran
Final Cut Profi


Anmeldungsdatum: 16.07.2004
Beiträge: 1100
Firma: NH Consulting

Codecs
06.04.2015, 16:26

Moin,

Ich bin schon eine Weile am Überlegen ob ich noch mal eine Codecübersucht schreiben sollte aber das macht ja auch wieder Arbeit. Der Gedanke drängt sich auf das viele Leute zwar die eigenen Codecs und Formate ganz gut kennen, es aber eine Gesamtübersicht fehlt bzw. eine Orientierung wo man auf der kompletten Landkarte steht.

Zum Problem: Uli hat des ja schon kurz und treffend gesagt. Dem kann ich nur Anmerken das wir uns mit dem typischen Intra-Codecs die heutzutage meist Verwendung finden ja schon im klar komprimierten Bereich befinden, d.h. soo viele Daten sind das eigentlich nicht. Z.B.

ProRES 422 HQ

bezeichne ich jetzt einfach mal als 5:1 komprimiert. Die hier nötigte Bandbreite ist bereits so klein das jede externe Festplatte an USB 2.0 schnell genug ist. Deine 2 Stunden Video dürften ca. 161GB in 1080p belegen. Eine beliebige aktuelle USB 3.0 Festplatte schafft als minimale Schreibrate min. das 3x eines 1080p streams, im Schnitt eher das 4-5x.

Solange das jetzt kein multicam Schnitt wird spricht nicht viel dagegen gnadenlos auf externen USB Platten zu schneiden (was ich früher immer schlimm fand, bei mir gab es nur Firewire). Falls sogar TB zur Verfügung steht sollte sogar der lag weg sein den man sonst manchmal hätte.
Da gleiche gilt auch für DNxHD oder die mittleren Qualitäten von Canopus HQX oder Cineform.

Falls man hingegen BMD, Aja, Matrox uncompressed verarbeiten will oder 444 benötigt kommt man sicherlich um ein kleines RAID nicht mehr herum (oder eine externe SSD per TB).

Ich sehe gerade das eine LaCie 256GB externe TB Festplatte noch ca. EUR 300,- kostet. Das ist nicht billig aber so ein Ding reicht dann theoretisch sogar für Multicamschnitt. Rechnerisch kann ich hier schon mehr als 12 Streams mit o.g. Codecs parallel lesen.

Ich persönlich bevorzuge immer in einem Format zu arbeiten welches der Maschine die Arbeit leicht macht, auch wenn ich dazu vorher wandeln muss.

Gruss,
Niran
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hdburkhardt
Regular


Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 40

Re: Workflow GH4/Premiere
06.04.2015, 16:36

Danke für den Tip, die war mir bislang noch nicht begegnet (hatte aber auch nur nach ssd geschaut)!

Grüße Hans-Diether
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ulip
Final Cut Director 10K+


Anmeldungsdatum: 16.07.2004
Beiträge: 13504
Firma: Digital Production

Re: Workflow GH4/Premiere
06.04.2015, 17:16

Was den Platzbedarf betrifft: Du wirst Schwierigkeiten haben, bei ProRes (ohne HQ) oder sogar ProRes LT wirklich einen Unterschied zu sehen, wenn Dein Originalmaterial brutal in Interframe-H.264 zusammengestaucht war.

ProRes HQ (oder noch mehr) macht nur Sinn, wenn die Quelle entsprechend hochwertig ist (wie z.B. DNG-Sequenzen) und man noch ausgiebig am Look schrauben möchte.

Und das kleine Thunderbolt-RAID mit 4TB hat sich über Monate hier ausgiebig bewährt: kompakt, leise und zuverlässig. Das erspart Dir natürlich kein Backup, aber Du kannst ja Deine Originale sichern und bei einem Crash des RAIDs neu umkodieren – spart viel Platz und braucht bei guter Organisation eine Nacht (Originalprojekt vom Umkodieren aufheben).

Übrigens: Mit USB-2 möchte ich auch ProRes ungern schneiden, das verschluckt sich schon mal. USB-3 dagegen reicht völlig aus, und dafür gibt's ein portables Terabyte unter 100,- Euronen.

GG

Uli
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Shaker
Final Cut Profi


Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beiträge: 1009

Re: Workflow GH4/Premiere
08.04.2015, 09:44

Hier ergänzend noch ein Hinweis auf einen interessanten Beitrag zur Performance-Thematik von Codecs und ihrer Performance:

http://www.slashcam.de/artikel/Ratgeber/4K-10-Bit-422-Intraframe-Codec-Performance-Vergleich.html#Was_s

...das z.B. ProRes auf dem Mac flüssiger als auf nem PC läuft, war mir bislang neu.
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mgm
Final Cut Profi


Anmeldungsdatum: 26.07.2011
Beiträge: 1536

Re: Workflow GH4/Premiere
08.04.2015, 10:32

viel flüssiger und das lustige daran ist das sie Apples Prores Codec die Schuld daran geben:)) kopfschüttel
bis sie das am Decoder festgemacht hatten der aus 2008 stammt lief viel Wasser die Donau runter.. manche können's immer noch nicht verstehen.. egal...

lustiger ist aber das beim Premierevergleich auffällt das dieser viel schneller ist, etwas schneller unter OSX, Premiere aber wiederum auf dem MAC viel langsamer als fcpx abhängig auf welcher Maschine das Teil läuft.. Wenn das ganze unter PRORES oder h264 auf einem imac verarbeitet wird, ist die Geschichte beim Encoding teilweise um den Faktor 10 schneller als auf einem Mac Pro 6core mit ner D500... Ausschlagebend ist erstens, die av Foundation Anbindung und zum Schrecken aller die i5,i7 Cpu mit dem Quicksync Part.. das ist auch mit der Grund warum auf einem Mac book Air 2014 2k Prores ohne wenn und aber funktioniert.. ich steh auf den kleinen scheißer..;) einfach geil das Teil..

in dem Yuriev Selbstdarstellungsvideo zeigt er in den Tabellen was ich meine
https://www.youtube.com/watch?v=NJt3av99e8k
mgm ist offline Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenZu Deiner Ignore-Liste hinzufügen
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Shaker
Final Cut Profi


Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beiträge: 1009

Re: Workflow GH4/Premiere
08.04.2015, 10:37

mgm hat folgendes geschrieben:
... Ausschlagebend ist erstens, die av Foundation Anbindung und zum Schrecken aller die i5,i7 Cpu mit dem Quicksync Part.. das ist auch mit der Grund warum auf einem Mac book Air 2014 2k Prores ohne wenn und aber funktioniert.. ich steh auf den kleinen scheißer..;) einfach geil das Teil..


...aaahhh, jetzt geht mir ein Licht auf. Danke für die Info!
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