Welchen aktuellen iMac für FCPX?

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Welchen aktuellen iMac für FCPX?

Beitrag von Pianist » 14.01.2020, 09:51

Schönen guten Tag!

Nach guten Erfahrungen mit FCPX auf einem Macbook pro für den Unterwegs-Betrieb will ich mich nun auch stationär von Avid verabschieden und meine HP-Workstation z800 und die Avid-Hardware (Nitris DX) in den Ruhestand schicken, bzw. noch für Rückfallzwecke im Nebenraum betriebsfähig halten.

Bisher hatte ich drei Monitore am Schnittplatz, bin aber der Meinung, dass es wohl auch ein einziger 27-Zoll-iMac tut. Ich habe in der Regel XDCAM-HD und XAVC(QFHD)-Material zu bearbeiten. Zielcodec ist entweder ProRes422 oder h.264.

Die Kompositionen sind sehr übersichtlich. Geringe Farbkorrektur, wenig Effekte, kein 3D-Rendering.

Welcher aktuelle 27-Zoll-iMac wäre da geeignet? Ich habe gehört, dass die i9-Geräte durchaus mal laut werden können, das würde ich gerne vermeiden. Nun muss es aber vielleicht nicht deshalb gleich ein iMac pro sein. Reicht da möglicherweise auch ein langsamerer Prozessor, der dann nicht so warm wird?

Matthias

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Beitrag von Dumbeldore » 14.01.2020, 10:15

Hallo Matthias,

"Laut" werden alle wenn es mal was zu Rechnen gibt. Mag sein, dass der i9 mit seinen 8 Kernen mal etwas lauter wird als Andere - keine Ahnung! Auf jeden Fall dauert das Laute dafür nicht so lange, weil schneller fertig.

Der ein oder Andere Übergang, oder der ein oder Andere Effekt auf einem Clip rendert nicht sooo lange (im Hintergrund), als dass die Lüfter immer gleich sofort anspringen - zumindest bei meiner Konfiguration.

Ich hatte auch gezögert, und überlegt, und gezögert und letztlich die Entscheidung "All In" nicht bereut.
Außerdem weiß man ja nie, was die schnelllebige Zukunft wohl so bringt ;-)

LG

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Beitrag von Pianist » 14.01.2020, 10:23

Dann würde ich also den i9 3,6 GHz mit 8 GB RAM und 512 GB SSD für rund 3.500 EUR nehmen. Was spräche denn dafür, noch mal 1.500 EUR draufzulegen, um einen iMac pro 32 GHz 8-core mit 32 GB RAM und 1 TB SSD für knapp 5.000 EUR zu nehmen? (mal abgesehen davon, dass er mehr Thunderbolt- und USB-Anschlüsse hat)

Matthias

Traveller
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Beitrag von Traveller » 14.01.2020, 11:51

"dass der i9 mit seinen 8 Kernen mal etwas lauter wird als Andere - keine Ahnung!"

Eigentlich ist der bekannt dafür, besonders leise zu sein und zu bleiben. Normaler Videoschnitt bringt eigentlich keinen iMac zum Fönen (außer, du hast im Sommer 30 Grad in der Hütte).

27er-iMacs haben hinten eine Klappe zum völlig bastel- und schraubfreien Einstecken der RAM-Riegel. Also den iMac nur mit der kleinsten RAM-Ausstattung kaufen (8GB, nehme ich an), die Riegel rausschmeißen und dann 32 (4x8) oder 64 (8x8) GB für schmales Geld im normalen Handel kaufen. Welches RAM genau das sein muss, tut Apple kund. Spart viele Hunderter.

Beim iMac Pro (keine RAM-Klappe, warum auch immer) würde ich genau abklären, wie es sich mit H.264-Encoding verhält, wegen der Xeon-Prozessoren. Ist eine Frage für Fachleute.

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Beitrag von Dumbeldore » 14.01.2020, 12:37

Glaube zu wissen, dass sich Leistungstechnisch der iMacPro mit 8 Kernen sich nicht groß von dem normalen iMac mit 8 Kernen unterscheidet. Je nach Anwendung lag da mal der eine, dann der andere unwesentlich weiter vorne.
Die möglichen GPU-Vorteile dürften da eher einen Unterschied ausmachen. OB die dann aber die 1500 € mehr wert sind? Bestimmt nahe an einer Glaubensfrage :-)

PS: Mögliche RAM-Optionen zum selber nachrüsten sind offiziell 4x8 oder 4x16.
Hier und da ließt man auch, dass 4x32 auch anstandslos laufen sollen.

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Beitrag von ulip » 14.01.2020, 13:24

Ist ja auch ein schöner Schirm im iMac…

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Beitrag von Traveller » 14.01.2020, 13:36

Traveller hat geschrieben:die Riegel rausschmeißen und dann 32 (4x8) oder 64 (8x8) GB .
4x16 natürlich. Verdammt, jetzt findet Google, dass man 8 Riegel reinkriegt, So entstehen die ganzen falschen Behauptungen, von denen „das Netz“ lebt! :-)

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Beitrag von Pianist » 14.01.2020, 13:48

Ok, dann werde ich so verfahren.

Noch was: Irgendwie tue ich mich schwer damit, ein passendes Audio-Interface für meine Zwecke zu finden. Ich bin natürlich von der Nitris DX verwöhnt, wo einfach mal ein großer Haufen von XLR, AES/EBU und Cinch-Ein- und Ausgängen vorhanden ist, wo auch noch alles gleichzeitig funktioniert.

Ich brauche etwas, was ich entweder per USB oder Thunderbolt anschließe, und wo ich zumindest einen AES/EBU-Ein- und Ausgang habe. Wenn ich parallel auch noch XLR oder Cinch und dann noch S/PDIF hätte, wäre das um so besser. Hintergrund: Ich möchte an meiner vorhandenen Audio-Infrastruktur (mit einem Jünger Mix 4 im Mittelpunkt, identisch mit Lawo z4) möglichst nichts ändern.

Hat jemand eine Idee?

Matthias

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Beitrag von Traveller » 14.01.2020, 14:31

Frag das hier vielleicht auch im Audioforum.

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Beitrag von Dumbeldore » 14.01.2020, 14:37

Dazu noch ein wichtiger Hinweis:
Die aktuellen Macs haben (schon etwas länger) allesamt keinen kombinierten digital-optical/analog Output am Kopfhörerausgang mehr!!!

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Beitrag von Pianist » 14.01.2020, 15:16

Mir war gar nicht bewusst, dass es sowas gab...

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Beitrag von Dumbeldore » 14.01.2020, 20:54

Wurde auch nie wirklich beworben. War auf einmal da, und war auf einmal weg...

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Beitrag von pjw » 16.01.2020, 21:50

der iMac Pro kann h265 beschleunigt in der Xeon Hardware kodieren, der i9 wohl nicht. Ein Teil davon könnte auch die Vega 64 übernehmen, wie das mit der Vega 48 des normalen iMacs ist, können andere hier beantworten.
Der Teufel liegt also im Detail und ich denke, der iMac Pro wird für 4k+ Video besser sein. Nur dass man da nicht einfach den Ram selber tauschen kann und vor der schweren Entscheidung steht, wie viele CPU Kerne?

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Beitrag von Dumbeldore » 20.01.2020, 12:40

Äh, genau anders herum!
Der i9 hat eine Intel UHD-Einheit für H264 & H265 an Bord, der Xenon nicht! Dafür hat der Pro aber den T2-Chip der das auch übernehmen soll.

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